In Halle wurde vom 24. bis zum 27. Juli das wichtigste und hochrangigste Turnier im Golf für Seniorenmannschaften gespielt. Angereist waren die Mannschaften der zwölf deutschen Landesgolfverbände, um sich zu messen und den Meister auszuspielen. Gespielt wird dieser Wettbewerb immer am ersten Tag mit einer Zählspielqualifikation. Auf Basis dieser Ergebnisse werden die Mannschaften in drei Gruppen eingeteilt, innerhalb derer die Paarungen für den zweiten Tag festgelegt werden.
Innerhalb der jeweiligen Gruppe wird im Weiteren um die Platzierung gespielt. Nun geht es im Lochwettspiel im direkten Kräftemessen gegeneinander.
Unsere Mannschaft fand sich nach den Ergebnissen des Zählspiels gemeinsam mit den Teams von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg- Vorpommern und Rheinland-Pfalz wieder. Am ersten Lochspieltag mussten wir gegen Sachsen-Anhalt antreten. Ein Match, dass es auch schon im letzten Jahr gegeben hat. Im Gegensatz zu 2024 konnten wir dieses Match aber erfolgreich für uns gestalten. Nach nervenaufreibenden 5 Matches hatten wir am Ende mit 3:2 die Nase vorn.
Damit hatten wir uns das Spiel um Platz 9 gesichert. In diesem ging es gegen die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz. In wiederum spannenden Matches haben wir uns redlich Mühe gegeben, Punkte zu sammeln. Am Ende mussten wir aber neidlos anerkennen, dass das Leistungsniveau der Mannschaft für uns in diesem Jahr zu hoch gewesen ist. Das Match haben wir mit 3,5:1,5 verloren.
Wie wechselvoll es bei diesem Spielformat zugehen kann hat die Mannschaft aus Schleswig-Holstein gezeigt. Im letzten Jahr landete sie sang- und klanglos auf dem 11. also vorletztem Platz. Dieses Jahr spielten sie gegen Baden-Württemberg um den Sieg in diesem Turnier. Von solchen Überraschungen lebt dieses Turnier. Weswegen auch wir im nächsten Jahr wieder unsere Koffer packen werden um, dann im Club zur Vahr in Bremen, wieder anzutreten und um die Krone im deutschen Seniorengolf mitzuspielen.
Ein Wort gilt es noch über den gastgebenden Club, die gastronomische Versorgung und die Organisation zu verlieren. Wenn ich Punkte auf der Skala von 1 bis 10 vergeben dürfte, würde ich glatt die 11 nehmen. Der Platz war, trotz der vorhergehenden, langen und intensiven Trockenheit in einem einmaligen Zustand. Sattgrüne Fairways und pfeilschnelle, treue Grüns haben das Spielen zu einer Freude gemacht. Die gastronomische Versorgung war zu jeder Zeit von absoluter Spitze. Gutes Essen, tolle Getränke und keine Wartezeiten machten den Aufenthalt auf der Terrasse zur reinen Freude. Nicht zuletzt war auch Organisation und Information durch den Veranstalter perfekt. Als Kapitän war man immer auf der Höhe der Dinge und bestens über das informiert was passiert war und das was zu erledigen ist. Für die kommenden Veranstalter hat dieser Seniorenländerpokal große Fußspuren hinterlassen, die jeder zukünftige Veranstalter erst einmal ausfüllen muss.
Meine Empfehlung für alle diejenigen, die nicht am Länderpokal teilnehmen konnten, ist ein Besuch am Hufeisensee um Platz, Gastronomie und Organisation einmal wie wir vor Ort zu erleben.
Ihr Jörn Schnier (Seniorenbeauftragter)